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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Die Vorbereitung auf den Erasmus-Aufenthalt in Madrid war insgesamt mit einem mittleren Aufwand verbunden. Einige Schritte waren unkompliziert, andere hingegen etwas zeitintensiver. Besonders positiv hervorzuheben ist die Betreuung durch das International Office der Universität Potsdam, das stets gut erreichbar war und schnell auf Rückfragen reagierte.

Die Bewerbung an der Gastuniversität, der Universidad Rey Juan Carlos (URJC), gestaltete sich hingegen als sehr nervenaufreibend. Insbesondere die Website der Universität war unübersichtlich und technisch wenig benutzerfreundlich, was den Bewerbungsprozess unnötig erschwerte und zeitaufwendig machte.


Studienfach: B.Sc. Wirtschaftsinformatik

Aufenthaltsdauer: 09/2025 - 02/2026

Gastuniversität: Universidad Rey Juan Carlos

Gastland:Spanien

Studium an der Gastuniversität

Die Organisation der Lehrveranstaltungen an der URJC war insgesamt sehr gut. Alle Kurse waren frühzeitig online einsehbar, inklusive der genauen Zeiten, sodass Überschneidungen bereits im Vorfeld vermieden werden konnten. Dies erleichterte die Kurswahl erheblich.

Die Prüfungsleistungen bestanden überwiegend aus Klausuren, wobei in mehreren Kursen jeweils zwei Zwischenprüfungen (Midterms) geschrieben wurden. In einem Modul wurde eine Gruppenpräsentation absolviert, die zu 100 % in die Endnote einging.

Das Studienklima an der URJC ist stark international geprägt. Es gibt eine große Erasmus-Community, die sehr offen ist und den Einstieg erleichtert. Der Kontakt zu spanischen Studierenden war hingegen eher begrenzt, da diese meist unter sich bleiben.

Die Betreuung durch die Dozierenden war persönlich gut, diese waren in der Regel erreichbar und hilfsbereit. Mit dem Verwaltungspersonal gab es hingegen vereinzelt Schwierigkeiten, da Rückmeldungen oft lange dauerten und das Englischniveau teilweise eingeschränkt war.

Die technische Ausstattung der Universität ist modern. Am Campus Vicálvaro stehen eine Bibliothek, Computerräume sowie ein Fitnessstudio zur Verfügung. Eine klassische Mensa gibt es jedoch nicht.

Kontakte und Sprachkompetenz

Mein Englischniveau war bereits vor dem Auslandsaufenthalt solide. Eine deutliche Verbesserung ergab sich vor allem durch den täglichen Austausch mit internationalen Studierenden, weniger durch die Lehrveranstaltungen selbst. Der Kontakt zu internationalen Studierenden war sehr intensiv, insbesondere durch gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Fußball.

Auch meine Spanischkenntnisse haben sich während des Aufenthalts verbessert, da man im Alltag in Madrid häufig auf Spanisch kommunizieren muss.

Wohn- und Lebenssituation

Während meines Aufenthalts bin ich einmal umgezogen. In meiner zweiten Unterkunft lebte ich in einer internationalen Acht-Personen-WG im Zentrum Madrids in der Nähe von Sol. Die Lage sowie die Mitbewohner waren sehr angenehm, allerdings entsprach der Zustand der Gemeinschaftsräume dem typischen Erasmus-Charakter, da viele Studierende nur für kurze Zeit vor Ort sind.

Die Miete lag bei ca. 750€ monatlich, dazu kommen meist utopische Gebühren der Plattformen oder der Vermieter.

Der öffentliche Nahverkehr in Madrid ist sehr gut ausgebaut, zuverlässig und für Studierende unter 26 Jahren mit etwa 10 € pro Monat äußerst günstig. Einziger Nachteil ist, dass die Metro nachts nur bis ca. 2 Uhr fährt. Die Lebenshaltungskosten sind insgesamt ähnlich bis leicht höher als in Deutschland.

In der Freizeit konnte ich viel reisen und verschiedene Städte Spaniens wie Málaga, Valencia, Alicante, Bilbao und San Sebastián besuchen. Zudem habe ich regelmäßig Padel gespielt und für die Fußballmannschaft der URJC an Ligaspielen gegen andere Universitäten in Madrid teilgenommen.

Studienfach: B.Sc. Wirtschaftsinformatik

Aufenthaltsdauer: 09/2025 - 02/2026

Gastuniversität: Universidad Rey Juan Carlos

Gastland:Spanien

Rückblick

Die größte positive Erfahrung meines Erasmus-Aufenthalts waren die neu geknüpften internationalen Freundschaften. Die größte Herausforderung stellte der administrative Aufwand sowie das Studium auf Englisch dar.

Madrid als Erasmus-Stadt kann ich uneingeschränkt empfehlen. Die URJC hingegen nur bedingt, da ich von Kommilitoninnen und Kommilitonen an anderen Madrider Universitäten durchweg positivere Erfahrungen gehört habe.

Tipps für zukünftige Studierende:

  • Es ist nicht notwendig, direkt im Stadtzentrum zu wohnen; Viertel etwas außerhalb sind oft ruhiger und sehr lebenswert.
  • Eine Wohnung ohne im Haushalt lebenden Vermieter erleichtert das Zusammenleben deutlich.
  • Nehmt alles an Veranstaltungen und Aktivitäten mit – sie sind der Schlüssel zu Kontakten und einem gelungenen Erasmus-Aufenthalt!

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