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Jetzt online: Wahl-O-Mat-Alternative „Party-Check“ für Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Medieninformation 05-08-2026 / Nr. 067

  • Eine hand wirft einen Wahlzettel in eine Wahlurne.
    Foto: AdobeStock 56466113

Im September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Für eine informierte Wahlentscheidung hat der Potsdamer Politikwissenschaftler Dr. Jan Philipp Thomeczek den mit einem Forschungsteam entwickelten und bereits bei anderen Wahlen erprobten „Party-Check“ veröffentlicht. Ab sofort steht er online unter party-check.org zur Verfügung und bietet Wählerinnen und Wählern eine Möglichkeit, die eigenen politischen Ansichten zu erkunden und Überschneidungen mit den Parteien für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu ermitteln.

Der „Party-Check“ führt die Nutzerinnen und Nutzer durch 18 ausgewählte Fragen zu aktuellen politischen Themen wie Gemeinschaftsschulen, Klimaschutz, Zuwanderung und den Umgang mit der AfD. Am Ende erhalten die Teilnehmenden ein Ergebnis, das in Prozent angibt, inwieweit sie mit den verschiedenen Parteien in den Themenbereichen übereinstimmen. Zusätzlich wird eine Position auf einer Links-Rechts-Skala berechnet. „Auf diese Weise können Nutzerinnen und Nutzer selbst Schwerpunkte setzen“, erklärt Dr. J. Philipp Thomeczek, der bereits zahlreiche Online-Wahlhilfen zu Wahlen, aber auch den BSW-O-Maten oder Populismus-Test entwickelt hat. Das Besondere: Die Parteipositionen stammen nicht von den Parteien selbst, sondern aus dem „Länder Expert Survey“, einer Befragung, in der über 50 Expertinnen und Experten der Politikwissenschaft für Sachsen-Anhalt teilgenommen haben. „Das bietet noch einmal eine ganz andere Perspektive als der Wahl-O-Mat“, so Thomeczek.
Anschließend haben die Nutzerinnen und Nutzer zwei Möglichkeiten: Sie können ihre Daten vollständig löschen lassen oder durch die Beantwortung weiterer Fragen, beispielsweise zur eigenen Wahlabsicht, die wissenschaftliche Forschung unterstützen. 

Neue Funktionen für Sachsen-Anhalt: Gewichtung und englischsprachige Version
Der Party-Check wurde für die Wahl in Sachsen-Anhalt gezielt weiterentwickelt. So besteht nun die Möglichkeit, jede Frage mithilfe von drei Kategorien zu gewichten. „Die Gewichtung erlaubt eine noch feinere Berechnung der Übereinstimmung“, sagt Thomeczek, der in diesem Projekt mit Forschenden der Universitäten Jena, Greifswald, Darmstadt und Chemnitz kooperierte. Erstmals wird der Party-Check nun auch in englischer Sprache angeboten. In den kommenden Wochen werden weitere Tools für die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern entwickelt.

„Party-Check“ online: https://party-check.org

Kontakt: 
Dr. Jan Philipp Thomeczek, Vergleichende Politikwissenschaft, Universität Potsdam 
Telefon: 0331 977-4644
E-Mail: jan.philipp.thomeczekuni-potsdamde 

 

Medieninformation 05-08-2026 / Nr. 067